2026 - April: Aussaat
“Im Märzen der Bauer” heißt es im Lied. Die Realität ist da natürlich etwas komplizierter. Die meisten Früchte in unserer Region sind schon im Herbst des Vorjahres ausgesät worden, nur ein sehr kleiner Teil der Fläche wird im Frühjahr bestellt. Das sind zum Teil Getreide und Leguminosen wie Ackerbohnen oder Erbsen. Der andere Teil sind sehr frostempfindliche Kulturen wie der Mais, die erst bei höheren Temperaturen ausgesät werden können. Unsere Blühmischung besteht aus sehr vielen verschiedenen Pflanzenarten, von denen viele zumindest ein wenig frosttolerant sind. Problematisch wird es bei Arten wie Phacelia, die bereits nach sehr kleinen Frostereignissen abstirbt. Das heißt also: Die Aussaat muss relativ spät erfolgen, in unserem Fall Ende April.
Die Saat bringen wir mit einer Drillmaschine in den Boden ein. Diese wird auf dem Hof auf die richtige Aussaatstärke eingestellt, die sogenannte Abdrehprobe. Danach bringt auf dem Feld das Säschar die Saat in den Boden ein. Mit guten Augen und ein wenig Geduld kann man dann die Säschlitze aufgraben und die Saat im Boden finden. So stellt man sicher, dass die richtige Tiefe eingestellt ist und die Drillmaschine auch wirklich funktioniert. Saat gefunden, also ab geht’s an die Arbeit. So haben wir in diesem Jahr ca. 9000 Quadratmeter Blühfläche angelegt. In Anbetracht der sehr trockenen Bedingungen heißt es jetzt auf Regen hoffen, ohne Wasser kein Leben!