2026 - Mai: Trockenheit

Eigentlich sollte jetzt alles richtig schön werden für unsere Insekten. Leider ist, bis auf ein größeres Regenereignis Anfang des Monats, schon seit Dezember deutlich zu wenig Regen gefallen. Mittlerweile liegen wir bei einem Defizit von über 100mm Regen pro Quadratmeter im Vergleich zum langjährigen Mittel, wie aus von der Uni Kiel aufbereiteten Wetterdaten des Deutschen Wetterdienstes hervorgeht. Dieses Bild setzt sich auch im Dürrenmonitor des Helmholtz Zentrums fort, in dem dem für unsere Region im Oberboden kaum noch pflanzenverfügbares Wasser zu erkennen ist.

Entsprechend schlecht ist die Situation auf unserem Blühstreifen. Es setzt sich wieder einmal der Fenchel durch, der noch aus dem letzten Jahr steht, da dieser schon ein gut ausgeprägtes Wurzelsystem hat. Die anderen Arten sind zwar teilweise gekeimt, entwickeln sich aber eher schlecht. Leider können wir hier nichts anderes machen als abzuwarten. Eine Nachsaat ist ohne Wasser sinnlos, wann wieder ausreichende Niederschläge fallen ist nicht absehbar. So bleibt nur zu hoffen, dass die wenigen Pflanzen trotzdem einigermaßen gut wachsen und den Insekten Nahrung bieten können.

Neben dem Blühstreifen leiden übrigens auch unsere Kulturen auf den Feldern. Vor allem der Weizen zeigt teilweise schon sehr deutliche Trockenstresssysmptome. Was vor einigen Jahren noch die Ausnahme war, ist spätestens seit 2018 fast die Regel geworden. Hier kann man nicht mehr von Wetter sprechen, hier werden wir ganz direkt vom Klimawandel getroffen. Mit deutlichen Auswirkungen auf unsere Nahrungsmittelerzeugung.


Bildquellen:

https://www.ufz.de/index.php?de=37937

https://agronomykiel.shinyapps.io/shinyHUMEWheat/

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2026 - April: Aussaat